Die Europäische Zentralbank versucht verstärkt, ein Krypto-Währungszahlungssystem in ihre Finanzinfrastruktur zu integrieren.

Laut einem Bericht der Finanzmagnaten vom 26. Dezember hat die Finanzbehörde eine Studie veröffentlicht, die ein neues Finanzmodell vorschlägt, das dazu beitragen soll, die Funktionalität von Kryptowährungen und die Notwendigkeit der Regulierungsbehörde, den Datenschutz und die Betrugsprävention bei Finanztransaktionen zu gewährleisten, miteinander zu verbinden.

Aufrechterhaltung der kontrollierten Anonymität

Wie der Bericht feststellt, soll mit dem neuen Modell ein neuer Proof of Concept durch diesen Link eingeführt werden, der zu einem vereinfachten digitalen Währungssystem der Zentralbank führen wird. Das System, das die EZB Berichten zufolge als EUROchain bezeichnet hat, wird es den Nutzern ermöglichen, ihre Anonymität bei der Durchführung von Transaktionen mit geringem Wert zu wahren, obwohl bei Transaktionen mit höherem Wert die geltenden Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung eingehalten werden müssen.

Auf diese Weise würde das System es den Nutzern ermöglichen, ihre Privatsphäre zu genießen (vorausgesetzt, dass ihre Transaktionen eine bestimmte Schwelle nicht überschreiten) und dennoch bei Bedarf Informationen zu sammeln.

Die EZB stellte auch klar, dass das neue Währungssystem nicht ausschließlich auf der Blockkettentechnologie aufbauen wird. Stattdessen wird das vorgeschlagene System über Funktionen verfügen, die auf dem EUROchain-Forschungsnetz aufbauen, wobei das irische Dienstleistungsunternehmen Accenture UND das in New York ansässige Unternehmen Blockchain Services Company R3 unterstützt werden.

Es gibt nur wenige Informationen über den Zeitplan für die Umsetzung, aber die EZB soll sich in einer progressiven Phase der Überlegungen befinden,

„Obwohl es keine unmittelbare Notwendigkeit gibt, konkrete Schritte in Richtung auf die Emission von CBDC im Euro-Währungsgebiet zu unternehmen, wird der Proof-of-Concept bei der Beurteilung i) der Frage, wie CBDC in der Praxis funktionieren könnte und ii) wie sich die spezifischen technischen Merkmale einer solchen Initiative auf ihre potenziellen Auswirkungen auf die Wirtschaft auswirken werden, von entscheidender Bedeutung sein“, schloss die EZB.

Bitcoin

Die EZB nähert sich den CBDCs an

Es ist nicht das erste Mal, dass die EZB mit dem Krypto-Währungsraum in Kontakt kommt. Anfang dieses Monats hat das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) den Bericht „Exploring anonymity in central bank digital currencies“ veröffentlicht, in dem beschrieben wird, wie es Corda (eine von R3 gebaute Open-Source-Blockchain-Plattform) zur Entwicklung eines weiteren Proof-of-Concept mit vier Parteien verwendet hat.

Im Rahmen dieses Projekts konnte die Bank eine Lösung für AML/CTF-Compliance-Verfahren entwickeln, die die Anonymität in der Benutzeridentität und der Transaktionshistorie aufrechterhält.

Die Bank scheut auch nicht ihre Affinität zu Kryptowährungen. Am 12. Dezember äußerte EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Notwendigkeit, dass das Institut in Bezug auf Stablecoins einen „Vorsprung hat“, da sie auf eine offensichtliche Nachfrage nach den Vermögenswerten hinwies, die die Bank erfüllen muss.

Ihr Plan, ein Krypto-Zahlungssystem zu integrieren, wurde jedoch auch durch mehrere Faktoren behindert. Zum einen hat sie in einem im August veröffentlichten Papier dargelegt, dass Stablecoins zwar wirksame Finanz- und Investitionsinstrumente sein können, dass aber ein Mangel an regulatorischer Klarheit ihre Einführung und Integration behindern könnte.

In dem Papier erklärte die EZB, dass die Regierungen diese Anlageklasse verbessern und aufholen müssten, da ein Mangel an weitreichenden Vorschriften dazu führen könnte, dass sie in der Welt außerhalb der Krypto-Währungen überflüssig werden.